Multimodalität im Reisebericht „Vermehrte Newe Beschreibung Der Muscowitischen vnd Persischen Reyse“ (1656, Reisejahre: 1633 1639) des Adam Olearius: Isfahan in Sprache und Bild

Multimodalität bezeichnet eine Form der intersemiotischen Kommunikation. In der folgenden Arbeit werden intersemiotische Beziehungen im Reisebericht Vermehrte Newe Beschreibung Der Muscowitischen vnd Persischen Reyse von Adam Olearius aus dem 17. Jahrhundert untersucht. Konkret stehen die Beschreibung der Stadt Isfahan und evaluative Darstellungen des Fremden im Vordergrund. Die Analyse zeigt, dass zwischen verbalen Erörterungen und visuellen…

Isfahan unter den Safawiden – Persische Raumkonzepte in Engelbert Kaempfers Reisebericht Amoenitates Exoticae 1712

In seinem 1712 veröffentlichten Reisebericht Aemonitates Exoticae gab der Arzt und Gelehrte Engelbert Kaempfer einen Überblick über die architektonischen und urbanistischen Grundlagen der persischen Hauptstadt Isfahan und ihrer Garten- und Palastanlagen, der Fragen nach persischen Raumkonzepten, städtebaulicher Repräsentation und der Bedeutung des persischen Gartens im Safawidenreich aufwirft. Neben textlichen Beschreibungen fügte Kaempfer erstmals kartografisches Material…

„Wann ist ein Mann ein Mann?“ Hegemoniale Männlichkeitskonzepte in ausgewählten Karikaturen der Zeitschrift Figaro (1900–1910)

Die Beschäftigung mit der Konstruktion von Männlichkeiten in Bildquellen stellt nur einen kleinen Bereich innerhalb der Disziplin der Gender Studies dar. Im vorliegenden Beitrag werden anhand ausgewählter Karikaturen aus der österreichischen Zeitschrift Figaro, unter Berücksichtigung der theoretischen Überlegungen der Soziologin Raewyn Connell, Männlichkeitskonstruktionen des frühen 20. Jahrhunderts exemplarisch analysiert und damit sowohl Möglichkeiten als auch Grenzen…

„John Bull Guards his Pudding”: Der Plumpudding als Symbol für nationale Identität in englischen Karikaturen des 19. Jahrhunderts

Karikaturen beinhalten Symbole mit unterschiedlichen Bedeutungen, die für deren Aussage entscheidend sein können. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit einem der wohl kuriosesten Symbole in englischen Karikaturen: dem Plumpudding. Im Mittelalter entstanden, etablierte sich der Plumpudding spätestens im viktorianischen England als eines der typischsten Weihnachtsgerichte des Landes. Karikaturisten, wie James Gillray, machten sich die Bekanntheit…

Die „Kleidung“ der Diplomatie. Kaftane in den habsburgisch-osmanischen Beziehungen

Kleidung hatte und hat einen bedeutenden kulturellen Stellenwert, so kann sie etwa identitätsstiftend wirken oder gewisse Bevölkerungsgruppen klar kennzeichnen. Die vorliegende Arbeit widmet sich im Speziellen der Verleihung von sogenannten Ehrenroben an habsburgische Gesandte in Konstantinopel. Die oftmals falsche Deutung dieses zeremoniellen Aktes aufseiten der Europäer unterstreicht das gegenseitige kulturelle Missverständnis, denn die Übergabe eines…

Orientbilder in Montesquieus „Vom Geist der Gesetze“

Charles-Louis de Secondat, Baron de Montesquieu veröffentlichte 1748 mit dem Werk Vom Geist der Gesetze eine umfangreiche politische Theorie, in der erstmals die Idee der staatlichen Gewaltenteilung einem breiten Publikum bekannt gemacht wurde. Hauptsächlich werden in dem Werk jedoch die verschiedenen Staatsformen der Welt mithilfe historischer Ereignisse reflektiert und kategorisiert. Eine zentrale Rolle nimmt dabei…

Das Selbstzeugnis des Johannes Bozenhart – Übergangsriten im Dreißigjährigen Krieg

Johannes Bozenhart, ein Benediktinermönch aus der Nähe von Ulm, fasste während des Dreißigjährigen Krieges seine Erlebnisse, Erfahrungen und Gedanken in einem Tagebuch zusammen. Neben den Beschreibungen der politischen und kriegerischen Auseinandersetzungen schildert der Geistliche auch Szenen aus dem Leben seiner Mitmenschen. Trotz des Krieges versuchten diese, gesellschaftliche Ereignisse in gewohnter Form zu begehen. In diesem…

Türkenbilder in der Reysbeschreibung des Johann Wild (1613)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit Fremdbildern im frühen 17. Jahrhundert. Untersucht werden diese anhand des 1613 veröffentlichten Reiseberichts des Soldaten Johann Wild, der im Zuge des sogenannten Langen Türkenkrieges (1593–1606) in Gefangenschaft geriet und infolge dessen als Sklave das ihm fremde Osmanische Reich bereiste. Mittels eines weiten Kulturbegriffs wird analysiert, wovon und aus welchen Gründen…

Bilder der Macht – Macht der Bilder. Ludwig XIV. als Sonnenkönig in der zeitgenössischen Bildpublizistik

Ludwig XIV. war zwar nicht der einzige Herrscher, der sich mit dem Symbol der Sonne umgab, aber er ist unbestritten der einzige „Sonnenkönig“. Viele Publikationen sind erschienen, die diese Symbolik aufgreifen. Die Analyse ausgewählter Beispiele der zeitgenössischen Bildpublizistik zeigt, dass die Sonnenikonographie Ludwigs aus mehreren Propagemen bestand, die jedoch unterschiedlich interpretiert werden konnten. Die dadurch entwickelte…