Zwischen Kriegs- und Heimatfront: Von der Alltagsgeschichte eines Tragtierführers im Ersten Weltkrieg zu einem Plädoyer für die „Etappenfront“ in der Geschichtswissenschaft

Der Etappenbereich zählt nach wie vor zu den am wenigsten und nur fragmentarisch erforschten Aspekten des Ersten Weltkrieges. In diesem Beitrag wird anhand einer qualitativen wie auch quantitativen Korrespondenzanalyse der Briefe, die der Tragtierführers Gustav Grünauer 1915 in der Trentiner Etappe verfasste, für die Notwendigkeit des Konzeptes einer „Etappenfront“ als spezifischer Kriegswahrnehmungsraum in den „First…

Hoffnung bis zum Tod. Wegen Wehrkraftzersetzung verurteilt – der Fall des Edmund Molnar aus Hallein

Eine öffentlich geäußerte Beleidigung Adolf Hitlers durch einen Soldaten konnte während des Nationalsozialismus als Wehrkraftzersetzung bezeichnet und verurteilt werden. In der vorliegenden Arbeit wird ein solcher Fall näher beleuchtet. Bei dem Verurteilten handelt es sich um den gebürtigen Halleiner Edmund Molnar, welcher am 14. August 1943 verhaftet und am 26. Mai 1944 im Alter von 21 Jahren erschossen…

Das Selbstzeugnis des Johannes Bozenhart – Übergangsriten im Dreißigjährigen Krieg

Johannes Bozenhart, ein Benediktinermönch aus der Nähe von Ulm, fasste während des Dreißigjährigen Krieges seine Erlebnisse, Erfahrungen und Gedanken in einem Tagebuch zusammen. Neben den Beschreibungen der politischen und kriegerischen Auseinandersetzungen schildert der Geistliche auch Szenen aus dem Leben seiner Mitmenschen. Trotz des Krieges versuchten diese, gesellschaftliche Ereignisse in gewohnter Form zu begehen. In diesem…