Die „Kleidung“ der Diplomatie. Kaftane in den habsburgisch-osmanischen Beziehungen

Kleidung hatte und hat einen bedeutenden kulturellen Stellenwert, so kann sie etwa identitätsstiftend wirken oder gewisse Bevölkerungsgruppen klar kennzeichnen. Die vorliegende Arbeit widmet sich im Speziellen der Verleihung von sogenannten Ehrenroben an habsburgische Gesandte in Konstantinopel. Die oftmals falsche Deutung dieses zeremoniellen Aktes aufseiten der Europäer unterstreicht das gegenseitige kulturelle Missverständnis, denn die Übergabe eines…

Orientbilder in Montesquieus „Vom Geist der Gesetze“

Charles-Louis de Secondat, Baron de Montesquieu veröffentlichte 1748 mit dem Werk Vom Geist der Gesetze eine umfangreiche politische Theorie, in der erstmals die Idee der staatlichen Gewaltenteilung einem breiten Publikum bekannt gemacht wurde. Hauptsächlich werden in dem Werk jedoch die verschiedenen Staatsformen der Welt mithilfe historischer Ereignisse reflektiert und kategorisiert. Eine zentrale Rolle nimmt dabei…

Das Selbstzeugnis des Johannes Bozenhart – Übergangsriten im Dreißigjährigen Krieg

Johannes Bozenhart, ein Benediktinermönch aus der Nähe von Ulm, fasste während des Dreißigjährigen Krieges seine Erlebnisse, Erfahrungen und Gedanken in einem Tagebuch zusammen. Neben den Beschreibungen der politischen und kriegerischen Auseinandersetzungen schildert der Geistliche auch Szenen aus dem Leben seiner Mitmenschen. Trotz des Krieges versuchten diese, gesellschaftliche Ereignisse in gewohnter Form zu begehen. In diesem…

Türkenbilder in der Reysbeschreibung des Johann Wild (1613)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit Fremdbildern im frühen 17. Jahrhundert. Untersucht werden diese anhand des 1613 veröffentlichten Reiseberichts des Soldaten Johann Wild, der im Zuge des sogenannten Langen Türkenkrieges (1593–1606) in Gefangenschaft geriet und infolge dessen als Sklave das ihm fremde Osmanische Reich bereiste. Mittels eines weiten Kulturbegriffs wird analysiert, wovon und aus welchen Gründen…

Bilder der Macht – Macht der Bilder. Ludwig XIV. als Sonnenkönig in der zeitgenössischen Bildpublizistik

Ludwig XIV. war zwar nicht der einzige Herrscher, der sich mit dem Symbol der Sonne umgab, aber er ist unbestritten der einzige „Sonnenkönig“. Viele Publikationen sind erschienen, die diese Symbolik aufgreifen. Die Analyse ausgewählter Beispiele der zeitgenössischen Bildpublizistik zeigt, dass die Sonnenikonographie Ludwigs aus mehreren Propagemen bestand, die jedoch unterschiedlich interpretiert werden konnten. Die dadurch entwickelte…