Kinderverschickungen nach Portugal. Erholungsaufenthalte in einer fremden Welt. 1947–1956

von Susanne Mayr

Arbeit eingereicht bei: Ao. Univ.-Prof. Dr. Helga Embacher

Die Arbeit basiert auf den Ergebnissen der Diplomarbeit der Verfasserin und beschäftigt sich mit den Erholungsaufenthalten österreichischer Kinder in Portugal. Organisiert von der österreichischen und portugiesischen Caritas, wurden 5.402 Kinder im Zeitraum von 1947 bis 1956 zu Pflegefamilien verschickt. Im Zentrum des Forschungsinteresses stehen die unterschiedlichen Welten, mit denen die Kinder konfrontiert waren, und deren Anpassungsstrategien an eine neue Kultur, Sprache und Gesellschaft. Des Weiteren wird auf häufig erfolgte Wiedereinladungen (so genannte „Gastkindertransporte“) und die, wenn auch wesentlich selteneren, Adoptionen eingegangen. Als Quellen dienten Interviews mit ehemaligen „Portugalkindern“ sowie umfassendes Aktenmaterial, das tiefe Einblicke in die Arbeit der beiden Caritas-Organisationen gibt und Aussagen über die Abwicklung der Verschickungen sowie die Auswahl der Kinder zulässt.

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Das „Kaiser Kaiser-Karl-Wohlfahrtswerk“ – Die staatliche Kinderverschickungsaktion im Ersten Weltkrieg

von Annette Maria Pommer

Arbeit eingereicht bei: Univ.-Prof. Laurence Cole, BA. Ph.D.

„Kinder aufs Land!“, so lautete der Aufruf in den Tageszeitungen im Kriegsjahr 1918. Nach dem Vorbild von privaten Vereinen organisierte das österreichisch-ungarische Komitee des Kaiser-Karl-Wohlfahrtswerkes auf kaiserlichen Befehl eine kronländerübergreifende Kinderverschickungsaktion. Der Artikel widmet sich dieser größten mobilen Hilfsaktion des Ersten Weltkrieges, die von der Regierung als Reaktion auf das Elend der Kinder und auf den bröckelnden Rückhalt in der Zivilbevölkerung an der sogenannten „Heimatfront“ in die Wege geleitet wurde.

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