Bilder der Macht – Macht der Bilder. Ludwig XIV. als Sonnenkönig in der zeitgenössischen Bildpublizistik

von Simon Edlmayr

Arbeit eingereicht bei: Univ.-Prof. Mag. Dr. Arno Strohmeyer

Ludwig XIV. war zwar nicht der einzige Herrscher, der sich mit dem Symbol der Sonne umgab, aber er ist unbestritten der einzige „Sonnenkönig“. Viele Publikationen sind erschienen, die diese Symbolik aufgreifen. Die Analyse ausgewählter Beispiele der zeitgenössischen Bildpublizistik zeigt, dass die Sonnenikonographie Ludwigs aus mehreren Propagemen bestand, die jedoch unterschiedlich interpretiert werden konnten. Die dadurch entwickelte Bildersprache gibt einen Einblick in die Diskurse der Zeit sowie in den „Krieg der Bilder“, der zwischen der pro- und antifranzösischen Seite ausgefochten wurde. Die Arbeit fragt nach der Herkunft der Bildmotive sowie nach den Querverbindungen zwischen den herangezogenen Fallbeispielen.

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„John Bull Guards his Pudding”: Der Plumpudding als Symbol für nationale Identität in englischen Karikaturen des 19. Jahrhunderts

von Eva Nedwed

Arbeit eingereicht bei: Univ.-Prof. Mag. Dr. Arno Strohmeyer

Karikaturen beinhalten Symbole mit unterschiedlichen Bedeutungen, die für deren Aussage entscheidend sein können. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit einem der wohl kuriosesten Symbole in englischen Karikaturen: dem Plumpudding. Im Mittelalter entstanden, etablierte sich der Plumpudding spätestens im viktorianischen England als eines der typischsten Weihnachtsgerichte des Landes. Karikaturisten, wie James Gillray, machten sich die Bekanntheit der Speise zunutze, um sie in ihren Zeichnungen als Symbol für England und Englishness einzusetzen. Anhand von drei Karikaturen aus dem 19. Jahrhundert wird erläutert, wie Patriotismus und Überlegenheitsgefühle in verschiedenen Kontexten durch das ungewöhnliche identitätsstiftende Nationalsymbol dargestellt wurden.

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